
Viele Unternehmen haben definierte Produktentstehungsprozesse, auf deren Grundlage neue Produkte generiert, gefertigt und auf den Markt gebracht werden. Den Beschreibungen dieser Prozesse liegen verschiedene Entwicklungen und Überlegungen zugrunde. Aber immer wieder treten in diesen Prozessen strukturelle und praktische Probleme auf.
Produktentstehungsprozesse wurden häufig im Zuge von Simultaneous und Concurrent Engineering als Weiterentwicklung der Produktentwicklung definiert. So sollte deutlich gemacht werden, dass an diesem Prozess neben der technischen Entwicklung auch viele andere Fachfunktionen wie Produktion, Controlling, Qualität, Vertrieb / Marketing, Logistik, Einkauf usw.. beteiligt sind. Sie sind also ein abteilungsübergreifendes Modell zur Verständigung, wer in diesem Prozess welche Aufgaben hat und welche Rolle spielt.
In Unternehmen, in denen wiederholt vergleichbare Produkte entwickelt werden (und das ist heute die Regel), dient die übergreifende Beschreibung von Produktentstehungsprozessen auch zur Vereinfachung und Vereinheitlichung der Planung und Abwicklung dieser Projekte: Für einzelne Projekte kann auf strukturierte Unterlagen zurückgegriffen werden, Auftraggeber und das Management können sich in einem aktuellen Projekt eher orientieren - und z.B. Meilensteine abprüfen -, wenn sie schon Vorläuferprojekte kennen.
So wird ein Produktentstehungsprozess auch mehr als eine Planung, wie sich ein Projekt entwickeln soll. Er ist gleichzeitig ein Standard, dessen Erfüllung überprüft und eingefordert werden kann und an dem die Qualität und der Erfolg eines Projekts gemessen werden.

Ziele der im Folgenden beschriebenen Methode sind
stärkere Berücksichtigung von Marktsituation und Kundenwünschen
Zusammenarbeit zwischen den Fachbereichen des Unternehmens
(interdisziplinäre Zusammenarbeit)
Weiterführende Inhalte:
Problemstellung der systematische Produktplanung
Informations- und Qualitäts- Management für Produkt- und Prozessplanung